Neue Lösung im Leergutbereich bringt Bewegung in die Logistik

Die KROMBACHER BRAUEREI BERNHARD SCHADEBERG GMBH & CO. KG. in Kreuztal-Krombach ist eine der modernsten Brauereien Europas.

In Deutschland ist das 1803 gegründeten Familienunternehmen seit Jahren in verschiedenen Projekten als Sponsor engagiert.

Beispielgebend ist das Regenwaldprojekt, für das die Krombacher Brauerei eine Summe von 500.000 Euro an die Regenwald Stiftung des World Wide Fund For Nature (WWF) in Deutschland spenden wird. Im Bereich des Sports ist Krombacher in der neuen Spielzeit der offizielle Hauptsponsor vom DSC ARMINIA BIELEFELD.

Den Erfolg im ureigenen Tätigkeitsfeld demonstriert die größte Privatbrauerei durch einen Marktanteil von 9% ihres Hauptproduktes, dem Krombacher Pils. Damit ist es weiterhin die meist verkaufte Biermarke Deutschlands. Dieser Spitzenplatz in der deutschen Brauereiwirtschaft konnte 2003 mit einem Umsatz von 515,8 Mio. Euro und einem erreichten Gesamtausstoß der Brauerei von 5,440 Mio. Hektoliter weiter behauptet werden – und das, obwohl der Biermarkt allgemein eher durch rückläufige Zahlen gekennzeichnet ist. Als ein entscheidender Faktor dafür, dass die Krombacher Brauerei um 12,0 % überproportional zulegen konnte, wird ihre konsequente Mehrweg-Politik angesehen.

  

Investition in die Zukunft

So schlägt der Expansionskurs des Unternehmens sich auch in der Schaffung 30 zusätzlicher Arbeitsplätze und in der Investition neuer Maschinen und Abfüllanlagen nieder.

Im Rahmen der zukunftsorientierten Investitionen des Unternehmens in den Standort Kreuztal-Krombach wurde von der Firma Westfalia Storage Systems eine umfangreiche Fördertechnik zum innerbetrieblichen Palettentransport zwischen Produktion, Lager und Versand installiert.

Im Projekt „Westerweiterung“ wurde die auf reversierbaren Betrieb ausgelegte Fördertechnik über drei Ebenen für den Transport von Leergutpaletten im Obergeschoss implementiert.

Die Ladeeinheiten bestehen aus  Euro-Paletten und 3-kufigen Sonderpaletten mit den Maßen 1150 mm x 1150 mm. Die Höhe der Ladeeinheit bemisst im Erdgeschoß maximal 2000 mm, auf der Bühne und im Obergeschoß maximal 2400 mm. Ihr Gewicht kann bei gleichmäßig verteilter Last als Minimum 200 kg und als Maximum 1250 kg betragen. Da das Fördergut Beschleunigungen und Verzögerungen von 1 m/sec in allen Transportrichtungen unbeschadet und ohne Verschiebungen standhalten können muss, ist eine hohe Packsicherheit notwendige Voraussetzung. 

 

Logistische Wege

Längs stehend erreichen die Paletten die Ladezone per Gabelstapler, der sie auf der 6-Fachaufgabe absetzt. Hier werden die Paletten über eine spezielle Rollenförderertechnik vereinzelt.

Damit nur saubere Paletten zum Weitertransport an den mit dynamischen Halteschildern versehenen Drehtisch gelangen ist eine Reinigungsstation installiert worden die mittels Bürsten die Unterseiten der Paletten vom Schmutz befreien und in einem Sammelbehälter auffängt.

Um 90 Grad gedreht werden sie dann zur Konturenprüfstation weitergeleitet. Hier erfolgen die Kufenkontrolle der Palettenunterbretter und die Überprüfung der Freiräume in der Ladungseinheit. Mit dem Konturencheck endet der Kontrollvorgang, wobei eine Überschreitung der Ladungsmaße die Aktivierung der Warenzentrierstation zur Folge hat.

Palettenfehler werden bei dieser Überprüfung erkannt und die defekten Paletten vollautomatisch durch neue, welche in einem Magazin bereitgestellt werden ersetzt und sodann in einem gesonderten Magazin gesammelt.

Bei korrekten Ladeeinheiten und Paletten erfolgt der Weitertransport über Drehtische und Rollenförderer zum Senkrechtförderer der sie in die oberen Geschosse befördert. Dieser ist mit einer maximalen Geschwindigkeit von 90 m/min ausgestattet, während der  horizontale Förderer eine Geschwindigkeit von 15 m/min mit FU aufweist. Das Leistungsvermögen der gesamten Anlage liegt zwischen 150 Paletten pro Stunde ohne Palettenwechsel und 120 Paletten pro Stunde bei Palettenwechsel.

Die eingesetzte Fördertechnik im Obergeschoss bzw. auf der  Bühne ist ebenfalls auf einen Reversierbetrieb (Mittelkufenausrichtung) ausgelegt. Transportiert werden im Obergeschoss Paletten im Längstransport, die zunächst nach der Aufgabe (6 bzw. 4 Paletten) vereinzelt und an der Auf- bzw. Abgabestation wieder zusammengeführt werden. Auf der Bühne befindet sich parallel zum Erdgeschoss ebenfalls eine 6-Fach Auf- bzw. Abgabe.

 

Flexibilität im Schichtbetrieb

Wurde der Betrieb bisher in zwei und drei Schichten rund um die Uhr organisiert, so gehört zu den Neuerungen der Betriebsstruktur nunmehr ein Fünf-Schicht-Modell.

Die nächste Ausbaustufe ist bei Krombacher bereits angedacht, denn die nachhaltig positive Entwicklung dieses Familienunternehmens macht einen Neubau unumgänglich



Daten Fakten

Baujahr: 2003

Ladungsträger: Palette

Umfangreiche Fördertechnik

Highlight: 6-fach-Aufgabe

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