Eine leistungsstarke Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist das Millisekunden schnelle „Nervensystem“ eines automatisierten Lagersystems – die Schaltzentrale zwischen Software und intralogistischer Anlage. Die SPS stellt sicher, dass die Maschinenzustände blitzschnell und sicher an die Materialflusssteuerungs- und Lagerverwaltungssoftware übermittelt und deren Anweisungen unmittelbar in die nötigen Operationen von Regalbediengeräten und Fördertechnik umgesetzt werden.

Mit der Westfalia Terra Automation, unserer Niederlassung für Steuerungsanlagen in Bremen, haben wir die Kompetenz für den Bau und die Programmierung von SPS-Steuerungsanlagen im eigenen Haus. Damit gewährleisten wir, dass unsere Intralogistik aus einer Hand kommt, Made in Germany und stabil gegenüber globalen Service- und Materialengpässen. Für Ihr Unternehmen ist das sicherer und kostengünstiger.

Hardware, Software und Expertise höchster Qualität

Kein Lagersystem gleicht dem anderen. Ihrem widmen wir uns mit umfassender Expertise. Wir setzen konsequent auf Qualitätsbaugruppen mit aktuellen, schnellen und leistungsfähigen CPUs (Central Processing Unit). Und wir arbeiten aus Überzeugung mit eigenen Spezialisten und Spezialistinnen.

Diese entwickeln, fertigen, programmieren und installieren Steuerungsanlagen individuell für jedes Anlagenlayout. Sie installieren und programmieren Schnittstellen für die nahtlosen Prozesse mit unserem leistungsstarken Warehouse Execution System Savanna.NET® oder auch mit der von Ihnen genutzten Fremdsoftware für Materialflusssteuerung und Lagerverwaltung.

Unsere IT-Experten und Servicetechniker setzen Neuanlagen in Betrieb oder modernisieren Bestandsanlagen, sowohl fremde als auch eigene – selbstverständlich bei minimalem Anlagenausfall und mit umfangreichen Tests. So sorgen wir für höchste Verfügbarkeit Ihres teilautomatisierten oder vollautomatischen Lagersystems.

Was ist eine SPS-Steuerung?

Eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS, engl. „Programmable Logic Controller“ oder PLC) ist ein digitales elektronisches Gerät mit programmierbarem Speicher – vergleichbar mit einem PC, der auf Steuerungsaufgaben spezialisiert ist. Das System steuert und regelt Anlagen in Industrieunternehmen mittels Sensoren und Aktoren.

Im Zuge der Digitalisierung zur Industrie 4.0 ersetzen SPS-Anlagen Verbindungsprogrammierbare Steuerungen (VPS), also festverdrahtete Steuerungsanlagen. Denn SPS haben den entscheidenden Vorteil, dass die Steuerung per Software und durch ein maßgeschneidertes Programm erfolgt. Sie sind auf die Prozesse zugeschnitten, flexibel an neue Aufgaben anpassbar, mit weiteren Baugruppen modular erweiterbar und haben darüber hinaus im Vergleich zur VPS noch weitere Vorteile:

  • geeignet für komplexe Aufgaben
  • kompakter
  • zuverlässiger
  • vernetzbar mit zusätzlichen IT-Anlagen
  • Baugruppen oft preiswerter, langfristig kostengünstiger
  • Remote-Wartung und Online-Zugriff möglich
  • Schnellere Fehleranalyse
  • Geringerer Stromverbrauch
  • Funktionswechsel weniger aufwendig


Die SPS-Programmierung eignet sich daher hervorragend für die Automatisierung von Produktionsanlagen, Fertigungsmaschinen, Logistik- und Lagersystemen.

So funktioniert eine SPS-Steuerung

Eine SPS besteht aus den Komponenten Eingänge, Ausgänge, Betriebssystem und Schnittstelle. Über einen Programmierport wird das Anwenderprogramm aufgespielt. Dieses legt fest, wie die Ausgänge abhängig von den Eingängen und der programmierten Logik geschaltet werden.

An den Eingängen sind Sensoren angeschlossen – in automatischen Lagersystemen vor allem Positions-Sensorik zur Erkennung, Identifizierung oder Distanzmessung oder zur Zutritts- und Gefahrenstellensicherung, wie z.B. Personenschutz-Lichtschranken. Die Eingangskarten lesen die Zustände der angeschlossenen Sensoren ein und übergeben diese an das Anwenderprogramm.

Diese Software für Materialflusssteuerung und Lagerverwaltung findet immer den streckeneffektivsten, Ressourcen sparenden Weg der Ware, von der Aufgabe über die Einlagerung und Auslagerung bis zur Kommissionierung und zum Versand inklusive der Möglichkeit einer automatischen LKW-Tourenbereitstellung. Sie übergibt diese Information in einem definierten Telegrammformat an das SPS-Programm. Das Programm schaltet die Ausgänge der SPS so, dass die Logistikanlage entsprechend der Berechnung arbeitet. An den Ausgängen sind die Aktoren angeschlossen – wie beispielsweise elektrische Ventile, die Schützensteuerung elektrischer Motoren oder Antriebssteuermodule.

Schaltzentrale komplexer Intralogistikprozesse

SPS sind wie geschaffen für automatisierte Intralogistik. Denn komplexe automatische Lager- und Logistiksysteme bieten zahlreiche Ein- und Auslagerstrategien je nach Situation und Anlagenzuständen. Werden beispielsweise einzelne Regalbediengeräte, Senkrechtförderer, Querverschiebewagen oder Stetigförderer gewartet, stellt das Warehouse Execution System umfangreiche Sonderstrategien für die Ein- und Auslagerung bereit. Ein automatisches Hochregallager kann so auch bei Ausfall oder Wartung einzelner Teile effektiv weiterlaufen.

Eine leistungsfähige SPS-Anlage kann diese komplexen und eng verzahnten intralogistischen Prozesse, die die Software vorgibt, verarbeiten und in entsprechende Ausgangssignale für die Lagertechnologie umsetzen. Zugleich liefert sie die nötigen Echtzeit-Daten für die Visualisierung und Kontrolle des Live-Betriebs oder für einen Digital Twin, um Prozesse zu optimieren, Anlagen fernzuwarten und um ihre Modernisierung vorzubereiten.

Modulare SPS oder kompakte SPS?

Je nach Komplexität der zu steuernden und zu regelnden Prozesse kommen modulare SPS zum Einsatz: Die zentrale Baugruppe mit Prozessor, die Eingangs-, Ausgangs- und Sonderbaugruppen sowie weitere Module sind miteinander verknüpft und erweiterbar.

In einer kompakten SPS sind bereits alle Komponenten integriert. Durch die Standardisierung sind sie meist kostengünstiger. Auch sie sind mit weiteren Baugruppen erweiterbar. Zu den bekanntesten gehört die Siemens Simatic-Baureihe S7. Vielfach wird noch die veraltete Simatic S5-Steuerung verwendet, die Risiken für Anlagen-Stillstände birgt, da der Hersteller die Produktreihe schon vor längerem abgekündigt hat und dadurch eine Ersatzteilbeschaffung sehr aufwendig ist. Über eine aktuelle SPS können wir dagegen auch in die Jahre gekommene Bestandsanlagen in eine moderne IT-Infrastruktur einbinden.

Haben Sie weitere Fragen rund um SPS-Programmierung und SPS-Anlagenbau? Wir freuen uns darauf – sprechen Sie uns jederzeit für eine kostenlose, unverbindliche Beratung an.