Borgholzhausen/Versmold, 1. Januar 2022 – Kosten- und Zeitdruck – damit kennt sich Intralogistikspezialist Westfalia Logistics Solutions Europe aus. Um große Hochregallager-Projekte noch geschmeidiger zu stemmen, entsteht der neue Firmensitz in Sichtweite des alten im IBV an der A33. Er ist selbst einer der eng getakteten Hochdruck-Großprojekte. Als dort im August die Spaten symbolisch den Sand anstechen, steht fest: Trotz Lieferengpässen und Materialknappheit soll der Produktions- und Büro-Komplex auf einer Gesamtfläche von ca. 15.000 m² zum 1. Januar 2023 bezugsfertig sein. Viel Arbeit für Einkäufer und Bauplaner.

„Das ambitionierte Bauvorhaben erfordert eine intensive Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und vielen Fachdisziplinen“, betont Markus Bergedieck, Architekt des mit dem Projekt betrauten Bielefelder Büros crayen bergedieck klasing architekten BDA | PartmbB. „Bauherr, Architekten, Statiker, Fachplaner für die Gebäudetechnik, Außenanlagenplaner sowie Spezialisten für Lackierstraßen, Strahlanlagen und weitere kommen regelmäßig zur Bauplanung zusammen und organisieren die weiteren Arbeiten, die später vor Ort umgesetzt werden.“ Die einzelnen Gewerke werden geplant, ausgeschrieben, vergeben und so getaktet, dass es auf der Baustelle zu keinen größeren Verzögerungen kommt. „Ein Spagat in Zeiten der Lieferengpässe und der aktuellen Materialknappheit. Im Vorfeld wurden hier bereits viele Materialien vorbestellt und zum Teil zwischengelagert“, erklärt Bergedieck.

Aktuell ist die Außenhülle des Gebäudes in der Abstimmung. Fenster-, Metallfassaden und Dacharbeiten sowie Photovoltaik-Anlagen werden im Detail geplant und Stück für Stück zusammengefügt. So könne die Produktion der Elemente kurzfristig beginnen, beschreibt der Architekt einen weiteren Hebel.

Ausführungsplanung von Fertigung, Außenanlagen und Einbauten gestartet

Nach der kurzen Weihnachtspause beginnt im Bereich der Gebäudetechnik die Planung der Installationsstraßenführung – also jenes für das Termingeschäft Intralogistik so wichtigen, modernen und flexiblen Fertigungsbereiches samt Teststand. Auch die Ausführungsplanung der Außenanlagen und aller erforderlichen unterirdischen Einbauten läuft an. Im künftigen Verwaltungsbereich des Neubaus werden zudem die Arbeitsbereiche organisiert, um auch hier bis zur Umsetzung des Gebäudeteils einen zeitlichen Vorlauf sicherzustellen. Das Neubauvorhaben hat neben seiner ungewöhnlichen Architektur – die man sonst eher beispielsweise von niederländischen Industriebauten kennt – weitere Besonderheiten zu bieten.

Erdmassen bleiben auf Gelände

Zum symbolischen Baustart waren auf dem abgesteckten Gelände bereits erste Bodenarbeiten vorbereitet. „In den folgenden drei Wochen hat nicht eine Schubkarre Boden das Grundstück verlassen“, erklärt Bergedieck. „Die gesamten Erdmassen aus den Fundamentgräben und des Füllbodens wurden umgeschichtet, verschoben, verlagert, aufbereitet und wieder eingebaut.“ Die Rohbauarbeiten konnten Mitte September mit den ersten Fundamenten für den künftigen Verwaltungsbereich beginnen. „Schon im November hatten wir sämtliche 127 Fundamente, jeweils bis zu rund 55 m3 groß, fertigstellt.“

Mit eng abgesteckten Terminen und Arbeitsbereichen konnten parallel die ersten Grundleitungen, z.B. die Hauptsammler zum Regenrückhaltebecken, verlegt werden. Eingebaut wurden auch die Entwässerungsleitungen unterhalb des Verwaltungsgebäudes. Die Bauteams füllten die Fundamentgräben, bereiteten den Unterbau des künftigen Hallenbodens auf und bauten ihn ein. Er bietet zurzeit den festen Untergrund für alle Baufahrzeuge und noch auf der Baustelle folgenden Gewerke.

Mit Baugenehmigung Hallenstützen aufgestellt

Die Baustelle war auf die Baugenehmigung für die Hochbauarbeiten hin organisiert. Und der Verwaltungsbau aus Ortbeton – Beton, der vor Ort härtet – so weit vorangetrieben, dass innerhalb weniger Wochen alle vorgefertigten Stützen aus Stahlbeton, die Stahlbetondachträger und Dachplatten des ersten Hallenschiffes aufgestellt und an der finalen Position montiert waren. Das Gebäudeensemble wuchs nun schnell in die Höhe.

„Zurzeit liegt die Hauptkonzentration wieder auf den Ortbetonarbeiten am Verwaltungsbau“, sagt Markus Bergedieck. „Hier werden die ersten Deckenträger über dem Erdgeschoss und die Treppenhauswände und Treppenstufenanlagen ins 1. Obergeschoss betoniert, so dass es nach Weihnachten bald in die zweite Ebene gehen kann. Im Hallenbereich werden jetzt, zu Jahresbeginn, die Stahlbauarbeiten der Kranbahnen und der Stahlfachwerkträger für das 30 Meter breite Hallenschiff in Angriff genommen.“ Bislang heißt es also: Vollzug statt Verzug. Auch die eigene Baustelle ist für Westfalia schließlich ein Aushängeschild.

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